Die Schützengilde spielte in der Familie Wulf schon immer eine Rolle. Schon sein Großvater war Leutnant und Kompanieführer der Bürgerkompanie und sein Vater Mitglied derselben. Das Christian Wulf , der 1965 im Kreiskrankenhaus Uelzen das Licht der Welt erblickte, einmal Stadthauptmann der Schützengilde der Stadt Uelzen sein würde, war bei seiner Geburt aber noch nicht abzusehen. Es war aber voraussehbar, das er beruflich in die Fußstapfen seiner Vorfahren treten würde und in das Familienunternehmen eintritt.
Mit Abschluß der Schule stellte er seine beruflichen Weichen und absolvierte eine Ausbildung zum Straßenbauer. Da die väterliche Firma aber nicht nur im Tiefbau, sondern auch im Hochbau aktiv ist, hängte er noch eine Maurerlehre dran. Als er beide Lehren erfolgreich abgeschlossen hatte, trat er 1986 als Geselle in den Familienbetrieb ein und arbeitete dort, bis er 1990 die Maurermeisterschule der Handwerkskammer Lüneburg besuchte. Nach bestandener Prüfung arbeitete er, nun aber als Meister, im elterlichen Betrieb. Zwei Jahre später legte er vor der Handwerkskammer Lüneburg-Stade seine Prüfung zum Straßenbaumeister ab und erhielt seinen 2. Meistertitel. Seither ist er bei der Firma Siebenbrodt beschäftigt. Bereits als 23 jähriger trat er 1988 als Jäger in die 3. Jägerkompanie der Schützengilde ein. Dort stellte er sich, nach abgeschlossener Berufsausbildung, 1992 als Fahnenträger zur Verfügung und wurde ein Jahr später Oberjäger. Sein Engagement für seine Kompanie wurde 1998 gewürdigt und er wurde zum Rottmeister gewählt. Es war übrigens auch das Jahr in dem Hans-Joachim Neumann Leutnant der Jäger wurde. Unter ihm und nach seinem Rücktritt unter der Führung von Hans-Jochim Grimm arbeitete er im Vorstand. Als Hans-Joachim Grimm 2005 dann endgültig seinen Rücktritt als Kompanieführer erklärte, hielt die Jägerkompanie Christian Wulf für würdig, seine Nachfolge anzutreten. Erst übernahm er die Führung kommissarisch bevor er 2006 offiziell zum Leutnant und Führer der 3. Kompanie gewählt wurde. Vielleicht war es ein Omen, er hatte sich versehentlich eine Hauptmannsuniform schneidern lassen, als er auf seiner Beförderungsfeier vom jetzigen Ehrenstadthauptmann Heinz – Joachim Höfer als Stadthauptmann in spe tituliert wurde. Schon bald, nachdem Heinz – Joachim Höfer seinen Rücktritt bekannt gab, kristallisierte es sich heraus, das aus dem scherzhaft gemeinten Stadthauptmann in spe der designierte wird. Beim Pfingstausmarsch 2008 wurde er dann auch zum Stadthauptmann befördert und mit der Führung der Gilde beauftragt. Sein erstes Schützenfest in der Führungsrolle hatte er noch nicht selbst geplant, aber das diesjährige Schützenfest trägt bereits seine Handschrift.