Bei den Oberjägern war er mit seinen 27 Dienstjahren in der Gilde ein alter Hase, der sich auch als Kassierer seit ewigen Zeiten um die Finanzen seiner Kompanie gekümmert hat. Als nun im letzten Jahr die Führungsriege der 3. Kompanie ergänzt werden mußte, war es gut, das man auf einen Schützenbrüder wie den Oberjäger Karsten Lerch zurückgreifen konnte. Dieser war auch bereit, sich der Verantwortung zu stellen.
Seine Jägerkameraden hatten ihm bereits das Vertrauen ausgesprochen und in der Kompanieversammlung zur Wahl des Rottmeisters vorgeschlagen. Der Sparkassenkaufmann Karsten Lerch wurde 1956 in Uelzen geboren und trat 1981 in die 3. Jägerkompanie der Schützengilde ein. In seiner Dienstzeit hat er auch 1995 das ehrenvolle Amt des Fahnenträgers bekleidet. Der Höhepunkt in seiner Laufbahn als Schütze war aber das Jahr 1998. Damals setzte er sich gegen seine Konkurrenz, beim Schießen auf die Königsscheibe, durch und wurde Schützenkönig der Schützengilde. Auf diesen Erfolg ist der geschiedene Vater eines Sohnes auch heute noch stolz. Nun folgte für ihn aber ein weiterer Höhepunktseiner Laufbahn als Schütze. Beim Pfingstausmarsch 2008 wurde er vom damaligen Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer, als eine seiner letzten Amtshandlungen, zum Rottmeister seiner Kompanie befördert. Mit der Übergabe der Insignien seines Amtes: der Doppelfeder, dem Hirschfänger und den Raupen auf der Schulterklappe, war er nun äußerlich als Rottmeister erkennbar. Da seine Beförderung durch den Führungswechsel und den damit verbundenen Beförderungen und Ehrungen etwas unterging, stellen wir ihn heute noch einmal vor.