Ob es ihm wie manch einem Uelzer Mädchen und Jungen ergangen ist, die in ihrer Kindheit bei den Ausmärschen der Schützen hinter dem Spielmannszug hinterher liefen, wie übrigens der Verfasser auch, entzieht sich unserer Kenntnis.
Jedenfalls mit 12 Jahren trat Volker Eidinger 1977 als Spielmann in den Spielmannszug der Uelzener Gilde ein. Seine Liebe zur Musik und dem Klangkörper seiner Heimatstadt brachten ihm als Marschtrommler bald seine Beförderungen zum Ober- und Hauptspielmann im Jahr 1980 und 1981 ein.
Nachdem sein Vorgänger 1991 verstarb, übernahm er als Rottführer den Spielmanns-und Fanfarenzug. Unter seiner Leitung wechselte der Zug nicht nur sein Aussehen, indem er die heutigen Westen einführte, sondern auch die Qualität des Spielens änderte sich. Die Aus- und Weiterbildung seiner Spielleute liegt ihm am Herzen und wenn der Spielmanns- und Fanfarenzug heute auf Konzerten aufspielt, ist es sein Verdienst.
Seine musikalischen Fähigkeiten blieben auch im Kreis nicht verborgen und er erhielt 1994 die silberne Verdienstnadel des Kreisschützenverbandes. Da die Wurzeln des Spielmannszuges in der 1. Bürgerkompanie liegen, trat er dieser als aktiver Schützenbruder bei.
Mit der Ernennung zum Gilderottmeister würdigte der Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer 1998 seine Leistungen. Seit 20 Jahren, wenn man von einer dreijährigen Unterbrechung absieht, führt er nun den Klangkörper der Gilde. Da es in der heutigen Zeit schwerer geworden ist, der Jugend die Musik von Trommlern und Pfeifern näher zu bringen, gelang es ihm trotzdem den Zug personell zu verstärken.
Nach der Auflösung des Spielmannszuges Bevensen übernahmen er interessierte Spielleute in seinen Reihen auf. Nun ist die Integration abgeschlossen und wir freuen uns darauf dem klingenden Spiel der Spielleute zu lauschen.